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Lese-Tipps 2022

Ralph Grüneberger

Lisa, siebzehn, alleinerzogen“ Roman von Ralph Grüneberger
Samstag, 11. Juni 2022, 16 Uhr auf der Bühne Marktplatz

Nein, das ist nicht der übliche Treuhand-Roman über das Ende der DDR. Auch wenn hier die verfallenden Immobilien vorkommen, die bald von neuen Vermietern übernommen werden, die nach und nach schließenden Betriebe in einer Zeit, als zwar die Warenauslagen bunter wurden, aber das Leben der Menschen sich völlig veränderte. Die neue Freiheit geht einher mit der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und bezahlbaren Wohnraums. Das gilt auch für Lisas Familie. In dieser Zeit nimmt das Mädchen Kontakt zu ihrem im Westen lebenden Vater auf und besucht ihn. 

Anhand der Familiengeschichte zeigt Ralph Grüneberger Probleme und Widersprüche der Nachwendezeit im Osten konkret auf, verknüpft sie über Lisa aber auch geschickt mit der Situation der Menschen in der westlichen Kohl-Bundesrepublik, mit deren Problemen.

Ralph Grüneberger

  • gebürtiger Leipziger und in der Messestadt aufgewachsen
  • Lesereisen ins europäische Ausland und Literaturstipendien in Niedersachsen, Brandenburg, den Niederlanden, in Ungarn und im US-Staat Virginia
  • dennoch sind und bleiben Leipziger Land und Leute sein Thema
  • Er veröffentlichte Arbeiten für den Rundfunk, Literaturkritiken für das Feuilleton, zahlreiche Lyrik- und Prosabände sowie Monographien zu bildenden Künstlern
  • entwickelte Formate für die Literaturvermittlung und war von 2007 bis 2021 Herausgeber der Lyrikzeitschrift »Poesiealbum neu«
  • 25 Jahre lang war er Vorsitzender der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V. und ist jetzt ihr Ehrenvorsitzender
  • Mitglied in der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland