Das Literaturfest

Deutschlands größtes Open-Air-Lesefest

Einmal im Jahr, in der zweiten Juniwoche, wird Meißen zur Kulisse von Geschichte und Geschichten. Rund 200 öffentliche Veranstaltungen laden Groß und Klein auf den historischen Plätzen, in den verträumten Gassen und Höfen sowie in romantischen Gebäuden zum Verweilen ein. Das Besondere: Das Literaturfest Meißen ist nicht-kommerziell, der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen und zu einem Großteil der Museen frei. Die 250 Mitwirkenden, davon viele hochrangige Autoren, bekannte Schauspieler und Künstler, aber auch viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft, engagieren sich ehrenamtlich.

Meißen – Ein historisches Kleinod wird zur Kulisse von Geschichte und Geschichten

Bekannt ist Meißen seit fast 300 Jahren für sein edles Porzellan. Doch die Stadt blickt auf eine viel ältere Geschichte zurück. Mit ihrer fast 1100-jährigen Geschichte wird sie als „Wiege“ Sachsens bezeichnet. Dass sie diesen Namen zu Recht trägt, beweisen die steinernen Zeitzeugen verschiedener Epochen deutscher Reichs- und sächsischer Landesgeschichte wie das monumentale Ensemble von Albrechtsburg und Dom.

Die Stadt ist nicht nur die Wiege Sachsens und des europäischen Porzellans, sondern auch Ausgangspunkt der hochdeutschen Sprache. Martin Luther nutzte in seiner ersten Bibelübersetzung das Meißner Kanzleideutsch, das als Voraussetzung für ein den Dialekten übergeordnetes, allgemeines Standarddeutsch gilt. Bekannte Literaten wie beispielsweise Gotthold Ephraim Lessing lernten in der Sankt-Afra-Schule Meißen. Wiederum andere Autoren lebten im Umfeld von Meißen, wie zum Beispiel Karl May oder Gerhart Hauptmann.

Programmtipps

Mit Zuckerbrot und Peitsche

Mit Zuckerbrot und Peitsche - Poetisch-musikalische Szenen

Eine Premiere zum Literaturfest:
Mit Zuckerbrot und Peitsche - Poetisch-musikalische Szenen

Ein bis zum Zerreißen gezerrtes poetisch-musikalisches Band der Autorin Sylvia Kling packen HC Schmidt und Selbige an beiden Enden und taumeln laut und leise mit Sprache und Gesang zwischen Annäherung und Flucht.
Die Gedanken einer Verzweifelten, die die Brücke zwischen den Gegensätzen schlägt, sind klagend, schreiend, beißend, peitschend.
Nichtsdestotrotz gibt sie den gebissenen Seelen köstlich-süße Speise: mit Liebe, Hoffnung und Glaube an den Menschen ist im Gegenpol die Fahne gesteckt.

HC Schmidt
Unermüdlich zieht HC Schmidt seit über 45 Jahren seinen Karren, nun beladen mit szenisch-musikalischen Lesungen von Bukowski bis Villon und Interpretationen von Cohen bis Waits, über knarrende Bühnendielen.
Der 1952 gebürtige Dresdner ist mit seinem Programmen authentisch bis ins Mark: kein anderer vermag so wie er die Zerrissenheit und die Leidenschaft für das Leben, vorbei an gescheiterten Beziehungen und geleerten Flaschen, zu verkörpern.
HC Schmidt ist von einer Art, die vom Aussterben bedroht und der Unsterblichkeit ganz nah ist.
https://www.facebook.com/hanschristian.schmidt.9

Sylvia Kling
So gespalten, wie ihre Heimat Sachsen in diesen Tagen, so ist auch das Herz der Dresdner Poetin Sylvia Kling.
Ihre Arbeiten sind ihr Ventil, um im Leben dieser Tage nicht zugrunde zu gehen. Immer wieder finden ihre kraftvollen Worte Einlass in die Herzen ihrer Leser.
Sie schreibt ohne Unterlass seit frühen Jugendjahren in Sorge um Frieden und Menschlichkeit, gegen das Vergessen von Unrecht und Zerstörung, doch nimmer mit der Feder des Hasses und der Gewalt, sondern mit Liebe und Hoffnung.
http://www.sylvia-kling.de/

Volker Wolfram
Der Dritte im Bunde ist der gebürtige Thüringer Volker Wolfram, der immer wieder aufbricht, sein musikalisches Selbst zu finden. Seit fast 30 Jahren sucht er mit mit seinem Instrument, das weder Gitarre noch Bass ist, in den tiefen Wassern des Blues, den fernen Bergen Indiens, der feurigen Hitze Spaniens oder den urban-harten Klängen der Städte.
In seinen Improvisationen ist er mit sich allein. Irgendwo da draußen, findet er in seiner Musik die Anfänge seines Seins.
http://www.volker-wolfram.de/

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